Sonntag, 29. Mai 2016

Rezension "Xerubian- Aath Lan´Tis" von Andreas Hagemann


In der letzten Zeit habe ich das Glück, wieder einmal wirklich gute Bücher in die Hände zu bekommen und danke meinem Karma auch von ganzem Herzen dafür. Heute geht es wieder um so eines, das ich euch auf keinen Fall vorenthalten will!
Geschrieben hat es Andreas Hagemann und es trägt den Titel "Xerubian - Aath Lan´Tis"

Gott spielt im Prolog Billard und das leider nicht immer so, wie er es sollte. Durch einen unglücklichen Stoß kollidieren Welten miteinander, die sich eigentlich nicht berühren sollten. Was genau hier in diesem unachtsamen Moment schiefgelaufen ist, bleibt sowohl Gott, als auch dem Leser vorerst verborgen.

Ein mysteriöser Schatten stiehlt zu Beginn des Buches einen Stein aus der Kathedrale in der Stadt Punkt, auf dem Planeten Xerubian. Damit befasst sich der Polizeiinspektor Dalon, der aufgrund seiner Vornamenkonstellation meist nur mit dem Nachnamen angesprochen wird. Dalon hat die Motivation für sein Leben und den Bezug zu seiner nervigen Frau, so kurz vor dem Ruhestand ziemlich verloren. Jedoch hat er eine sympathische Art an sich, sein eigener Antiheld zu sein. Dalon hat einen ebenso sympathischen, albernen, faulen und dialektsprechenden Dienstdrachen namens Nerol, der ihn von Ab nach B befördert.

In Dalons Ermittlungen gerät schnell auch der junge Martandi Robus, ein Bote des Nachrichtendienstes, der mit dem verdächtigten Schatten in Berührung kam. Nach und nach rankt sich um besagten Schatten eine abenteuerliche Sage, deren Erforschung sich Dalon, Nerol, Martandi und dessen Drache Dragon nicht entgehen lassen wollen. Zu ihnen gesellt sich nach kurzer Zeit noch ein weiterer Geschädigter des Schattens - Muliks, ein Drache mit Miniaturmaßen. Die Fünf machen sich auf die Reise, um das sagenumwobene Aath Lan´tis zu suchen, aus dem der Schatten angeblich gekommen sei. Auf ihrer Reise geraten sie in Gefangenschaft und werden mit einer völlig unerwarteten Wende ihres Standpunktes konfrontiert ...


Ein wahnsinnig gutes Buch, das ich am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Wer den Humor und den Ideenreichtum von Terry Pratchett mag, ist hier schon mal nicht verkehrt. Ich selbst musste immer wieder an den Film „Spaceballs“ denken und habe mehr als einmal laut gelacht. Mit einer wortreichen und beinahe boshaften, ironischen Kreativität, verleiht Andreas Hagemann seiner Welt rund um Xerubian Leben. Wenn der Bösewicht Lu-Ser heißt und die Internationale Ermittlungseinrichtung Xerpol, kann man gar nicht anders, als dieses Buch für seinen Wortwitz und die Ernsthaftigkeit dahinter zu lieben.

Dieses Buch ist eine herrliche Persiflage auf unsere eigene Welt, eine äußerst gelungene Geschichte über Religion, Klischees und nicht arm an philosophischen Gedankengängen. Vor allem hat dieses Buch zwei wundervolle Eigenschaften: Es ist durchweg mit einem bissigen und niveauvollen Humor und jeder Menge Spannung gesegnet.

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, den ich aus zeitlichen Gründen leider erst im Juni lesen kann.

Es folgt noch eine meiner Lieblingsstellen:

„… und wird beherrscht von einem unansehnlichen schwarz schimmernden Ich-bin-nur-da-um-dem-Rest-einen-Sinn-zu-geben-Schnauzbart.“

Großartig, Herr Kollege Hagemann – weiter so!


Andreas Hagemann, Xerubian - Aath Lan´Tis, erschienen bei Books on Demand, ISBN 3738616683
Bild: https://www.amazon.de/Xerubian-Aath-LanTis-Andreas-Hagemann/dp/3738616683/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1488048682&sr=1-1&keywords=andreas+hagemann


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen