Samstag, 22. Juli 2017

Johny Doluptas im Interview // Anthologie #Sehnsuchtsfluchten

Hallo Johny, du bist mit frischen achtzehn der Jüngste in unserer Autorenrunde und gerade dein Text "Dein Liebeskummer" hat mich total begeistert. Seit wann schreibst du schon?

Ich schreibe seit vielleicht vier Jahren. Das ist eigentlich aus einen Gag und bisschen Spinnerei geboren. Richtig intensiv, viel und in der Form wie es jetzt vorliegt, schreibe ich ungefähr seit zwei Jahren.

Deine Texte sind sehr emotional und spiegeln die Gedanken junger Menschen, die viel nachdenken und versuchen, die Welt zu begreifen. Bist du selbst auch so ein Vieldenker?

Bei Emotionen ja, da gehört es für mich einfach dazu, viel nachzudenken. Da gibt es so viele Punkte die bedacht und reflektiert werden müssen. Leider entstehen so auch Sorgen und Ängste, wie sie sich in meinen Texten finden lassen, aber dieses Nachdenken ist wichtig und führt zu guten Entscheidungen.
Bei Action und Abenteuer bin ich aber überhaupt kein Vieldenker.

Einfach drauf los und das Leben genießen?

Ja, meist schon und dabei gehen schnell mal wichtige Dinge wie Schule unter – beziehungsweise ignoriere ich sie.

Diese Phasen haben wir, glaube ich, alle einmal durchlebt. Was ist denn dein Plan für nach der Schule?

Da stehe ich genau jetzt. Ich würde gern Soziale Arbeit studieren, dafür wurde ich dieses Jahr aber noch nicht angenommen. Also schiebe ich ein FSJ ein und werde in dieser Zeit in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten. Dort gibt es hoffentlich auch neue Ideen und Ansichten, die in meinen Texten Einfluss finden.

Das kann ich mir bei dir auch richtig gut vorstellen. Glaubst du, dass das berufliche Umfeld die Kreativität und die Richtung, in die sie fließt, sehr beeinflusst?

Ja, das denke ich. Zumindest habe ich es bei mir selbst so erlebt. Wir sind ja auch die meiste Zeit des Tages mit arbeiten beschäftigt und auf der Arbeit. Da entstehen doch fast automatisch Dinge, die uns und unsere Texte beeinflussen. Auch, weil uns manche Berufe mit Gedanken und Gefühlen Konfrontieren, die wir so gar nicht gehabt hätten.

Das sehe ich auch so. Gerade die Themen, die einem vermeintlich öde vorkommen, werfen manchmal riesige Fragen auf, die man dann erst einmal zerdenken muss. Wie war das für dich, deine Texte abzugeben und andere Leute darüber urteilen zu lassen?

Andere urteilen zu lassen war nicht so schwer, weil ich sie für mich schreibe und wenn sie andere begeistern, sie erfreuen, ist das sehr schön. Wenn andere sie schlecht finden kann es mir egal sein, die Kritik nehme ich gerne an, aber es zieht mich nicht runter. Dass sie veröffentlicht werden hat mich dafür erst mal ziemlich in Panik versetzt.

Das ist spannend, dass du das so locker siehst und Kritik gerne annimmst. Ich glaube, wir sind alle sehr aufgeregt, dass dieses Projekt endlich veröffentlicht wird und leiden mit dir. Aber ich bin überzeugt, dass es gar nicht so viel Grund dazu gibt, sich zu sorgen. Auf jeden Fall hätte ich dich gerne wieder dabei, falls wir noch einmal so ein Projekt starten!

Ich bin auch gerne wieder in der Runde, es war sehr lustig und gab mir persönlich viel Antrieb beim Arbeiten und Schreiben. Auch das Arbeiten mit einen Lektor war für mich ja etwas ganz Neues.

So muss es sein! Der Antrieb ist das, was ich mir für uns alle erhofft habe. Dann warten wir jetzt mal die Veröffentlichung ab und schauen in ein paar Monaten, ob wir alle noch motiviert sind, eine zweite Anthologie zu einem neuen Thema zu starten. Für deine Zeit und dieses Interview bedanke ich mich herzlich bei dir, lieber Johny!


Bitte, ich bedanke mich dafür, mitmachen zu dürfen und freue mich, bald endlich die Geschichten der anderen lesen zu können.

Johny Doluptas
Bild: Johny Doluptas

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